/ Mai 13, 2021/ Blog, Equipment, Mit dem Fahrrad

Ein bisschen ausschlafen, ein Kaffee und eine letzte heiße Dusche bevor es los geht.

So bin ich in den ersten Tag der Reise gestartet. Nachdem ich mit meinen Eltern zu Mittag gegessen und mich ausgiebig verabschiedet habe, mache ich mich also auf den Weg, schwinge mich aufs Rad und fahre los.

Der Plan ist, die ersten Kilometer sehr entspannt zu fahren, es nicht zu übertreiben und vor allem an Tag 2 nicht schon Muskelkater zu haben.

Meine Route führt mich durch kleine Dörfer, die ich seit meiner Kindheit kenne, Richtung Westen, Richtung Rhein. Ab hier folge ich dem Strom nach Norden.

Kurz nach Offenburg treffe ich auf Justus und Paul, die mich einige Zeit begleiten. Während ich auf sie warte, sitze ich an einer winzigen Bucht am Rhein, in der Segelboote liegen, und beobachte Wildgänse und ihre Jungen. Die Beiden begleiten mich bis Kehl, Justus sogar noch einige Kilometer weiter bis zu einer winzigen Hütte, welche umgeben von Wald an einem Arm des Alt-Rheins liegt. Unweit der Hütte entdecken wir am Wegesrand die zerstörten Überreste eines alten Bunkers. Natürlich müssen wir uns den genauer anschauen.






Nach meiner ersten Nacht, in der ich überraschend gut geschlafen habe, starte ich etwas holprig in den Tag, da mein Kocher streikt. Der Kaffee fällt aus und das Frühstück besteht aus kaltem, halb-durchgezogenem Haferschleim, geil…

Gegen Mittag lerne ich durch Zufall Marco kennen, er fährt mit einem alten Rennrad, das er geschenkt bekommen hat und minimaler Ausrüstung, zu Freunden. Sein Plan für den Tag: eine beachtliche 120km Tour nach Heidelberg. Wir rollen einige Stunden zusammen am Rhein entlang bis kurz vor Karlsruhe.

Hier treffe ich Mirco und Alon, die mich noch ein letztes Mal sehen wollen, bevor ich nach Norden aufbreche. Wir sitzen gemütlich auf einer bunten Decke am See, genießen das Wetter, essen Obst und genießen die Zeit.

Außerdem nehmen mir die beiden den Spiritus aus meiner Kocherflasche mit, was mir extrem hilft, da ich im Anschluss an einer Tankstelle Benzin kaufen will. Meine Theorie: Es liegt am Brennstoff, obwohl es eigentlich mit beidem gehen sollte. Im Endeffekt kann ich es nicht sicher sagen. Bisher hatte ich mit Benzin keine Probleme. Aber ob das wirklich die Lösung ist, weiß ich noch nicht.

Alon ist aus der Gegend zwischen Karlsruhe und Pforzheim, weswegen er sich ein bisschen auskennt und uns zu einer großen Schutzhütte an einem Waldspielplatz führt, wo ich mein Lager aufschlage. Auf dem Weg kaufe ich mir noch einen Yufka, da ich noch nicht sicher bin, ob ich heute kochen kann. Außerdem bin ich am verhungern und ungeduldig.

Nachdem wir uns ein letztes Mal verabschiedet haben und ich gegessen habe, versuche ich meinen Brenner zum laufen zu bekommen.


Er funktioniert! Nach ein bisschen Gezicke brennt er stabil und bringt ordentlich Leistung, ich hoffe es bleibt so. Anscheinend ist mit Benzin das Problem gelöst. Der Tee am Abend und das Frühstück am nächsten Tag sind gerettet. Im Übrigen funktioniert Diesel erfahrungsgemäß auch gut, hier muss aber die Düse regelmäßig gereinigt werden, da sich hier Ruß sammelt. Die speziellen Brennstoffe der führenden Marken sind natürlich optimal, aber deutlich teurer als Benzin und nicht überall verfügbar.

So, genug Fachsimpelei!


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